Stabilisierende Operationen an der Wirbelsäule

Abnutzungserscheinungen der Wirbelsäule führen nicht selten durch eine Mikroinstabilität zu chronischen Rückenschmerzen. Moderne Operationsverfahren (Bandscheibenprothesen, dynamisch-stabilisierende Implantate) können die Wirbelsäule stabilisieren, ohne zu versteifen. Nicht operative Behandlungskonzepte sollten vor einer Entscheidung für einen solchen Eingriff in umfassender Weise ausgeschöpft werden.

  • Darstellung einer Bandscheibenprothese in Höhe des 4./5. Lendenwirbels im seitlichen Röntgenbild.

  • Implantation eines dynamischen Stabilisierungssystems an der Lendenwirbelsäule: Über einen kurzen Hautschnitt am Rücken wird ein Führungsdraht im Wirbelkörper platziert.
  • Die Rückenmuskulatur wird durch eine Hülse geschützt. Das Lager für eine Wirbelkörperschraube wird vorbereitet.
  • Die erste Schraube ist in den 4. Lendenwirbelkörper eingebracht und noch mit einer Führungsschiene zur Hautoberfläche des Rückens verbunden. Die Schutzhülse ist bereits entfernt.
  • Setzen des Führungsdrahts im 5. Lendenwirbelkörper.
  • Über die Gewebeschutzhülse wird wiederum das Schraubenlager vorbereitet...
  • ... und nach Bestimmung der geeigneten Größe die Wirbelkörperschraube gesetzt.
  • Nun wird analog im Bereich des 1. Kreuzbeinwirbels vorgegangen.
  • Die Länge der einzubringenden Schrauben wird über Graduierungen am äußeren Ende des Einführungssystems bestimmt.
  • Die drei Wirbelkörperschrauben sind platziert, die Gewebeschutzhülsen sind entfernt. Über die Führungsschienen der drei Schrauben wird der Verbindungsstab in die beweglichen Schraubenköpfe versenkt.
  • Der Verbindungsstab ist mit einer Verschlussschraube in jedem Schraubenkopf verriegelt, die Führungshülsen sind entfernt.
  • Nachdem auf der Gegenseite in gleicher Weise vorgegangen worden ist...
  • ... ist das bewegliche „innere Korsett“ ...
  • ... vollständig eingebracht.